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Der Wohnbereich “Hubertus - Theresia”
„Ist heute Montag oder Dezember?“
Wenn das Gedächtnis nachlässt, sind wir geduldig.
Menschen, die an einer Demenzerkrankung leiden, bedürfen einer intensiven und qualifizierten Betreuung
Da es demenzkranken Menschen aufgrund ihrer geistigen Beeinträchtigungen zunehmend schwer fällt, an der so genannten „realen Welt“ teilzunehmen und neue Situationen zu verarbeiten, ziehen sie sich in ihren Gedanken und Gefühlen zunehmend in ihre „eigene Welt“ zurück, die überwiegend von Erinnerungen geprägt ist.
Der Wohnbereich Hubertus – Theresia bietet 33 demenziell erkrankten Menschen ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Betreuungskonzept. Vertraute Lebensformen und Handlungsabläufe geben den dort lebenden Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit.
Die Bewohner leben in zwei Wohngruppen, die sich durch ein großzügiges Raumangebot auszeichnen. Die 15 Einzel- und 18 Doppelzimmer bestehen aus einem hauseigenen Grundmobiliar, das mit eigenen persönlichen Möbeln und Gegenständen ergänzt werden sollte. Jedem Zimmer ist eine Nasszelle zugeordnet. Zu jeder Wohngruppe gehört ein zentrales Pflegebad, in dem Angebote der Körperpflege durchgeführt werden.
Da die meisten demenzkranken Menschen in der Gemeinschaft mit Anderen Schutz und Geborgenheit suchen, wird das Gruppenleben besonders gepflegt. Überwiegend findet es im Stützpunkt (Küchenbereich) der Wohngruppen statt. So wie die BewohnerInnen sich früher in ihren Familien erlebten, erfahren sie auch hier das Gefühl von Vertrautheit und Zugehörigkeit. Dabei tragen dass alltägliche Angebot von Alltagsaktivitäten, das sich an den früheren Gewohnheiten der Bewohner orientiert, sowie die Wahrnehmung von altbekannten Bewegungen, Geräuschen und Gerüchen (z.B. Tellerklappern beim Spülen, Kuchenduft aus dem Backofen) wesentlich zum Wohlbefinden bei.
Soweit es möglich ist, werden die Bewohner in alle Tagesaktivitäten mit einbezogen. Kleinere Haushaltstätigkeiten, wie z.B. Wäsche falten, aufhängen und bügeln, Kuchen backen oder Tische eindecken ist ihnen noch vertraut und die Tätigkeiten bereiten ihnen viel Freude. Aber auch das gemeinsame Ausruhen, Erzählen, Singen und Spielen gehören zum alltäglichen Programm.
Einmal wöchentlich findet eine integrative Bewegungstherapie unter fachkundiger Leitung einer Krankengymnastin und einer Übungsleiterin auf dem Wohnbereich statt. Eine Gruppengröße von ca. 10 Bewohnern nimmt regelmäßig an dieser Therapiestunde teil. Durch gezielte Übungen wird bei den an Demenz erkrankten Bewohnern die visuelle, auditive und taktile Wahrnehmung aktiviert. Dies kann zu einer Wiederbelebung verloren gegangener Fähigkeiten führen. Die Integrative Bewegungstherapie ist eine zunehmend anerkannte Methode zur Verbesserung der Beweglichkeit und der sprachlichen Erinnerungsleistung.
Vom Stützpunkt Hubertus aus, ist der Zugang auf eine Dachterrasse möglich, die den Bewohnern die Möglichkeit verschafft, sich innerhalb eines geschützten Rahmen im Freien aufzuhalten. Die Terrasse, die in den Sommermonaten gerne genutzt wird, bietet zusätzlich die Möglichkeit, weitere Sinnesanreize zu aktivieren.
Die im Demenzbereich eingesetzten MitarbeiterInnen sind auf eigenen Wunsch dieser Abteilung fest zugeordnet. Damit ist gewährleistet, dass die Bewohner die sie betreuenden Personen als vertraut erleben und hier individuell Bezugspersonen auswählen können.
Das multiprofessionelle Team, das sich aus gerontopsychiatrischen Fachkräften, examinierten Pflegekräften, Pflegehilfskräften, hauswirtschaftlichen Präsenzkräften, Therapeuten und Auszubildenden zusammensetzt, hat sich mit den Bedürfnissen demenzkranker Menschen auseinandergesetzt und zeichnet sich durch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Flexibilität und Reflektionsvermögen aus.
Die Mitarbeiter verstehen sich als Begleiter, die den Bewohnern die nötigen Hilfestellungen bieten. Durch eine aktivierende Pflege und eine optimale Betreuung wird die körperliche und geistige Mobilität angeregt und die Selbständigkeit gefördert.
Das Betreuungsteam ist bestrebt, diesen Menschen in ihrer „eigenen Welt“ zu begegnen, ihren Erinnerungsschatz zu beleben und durch aktuelle Situationen entstehende Belastungen und/oder Überforderungen weitestgehend zu vermeiden.
Wohlbefinden setzt voraus, dass die Bewohner sich in ihrer Persönlichkeit angenommen fühlen und ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können.
Wir freuen uns, Sie kennen zu lernen - Ihr Betreuungsteam vom Wohnbereich Hubertus-Theresia
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